"Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein."
Perikles (athenischer Politiker und Staatsmann)

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Jahresthema 2011: Vom Glück

Dass es in Phasen von Not und fehlender Sicherheit schwer fällt, ein Gefühl von Glück zu empfinden, davon wissen Viele, die die Nachkriegszeit erlebt haben, ein Lied zu singen. Dennoch mögen auch sie in dieser Zeit Momente des Glücks erlebt haben: Wenn ein geliebter Mensch zurückkehrte, oder wenn man wieder nach einer Flucht eine eigene Wohnung gefunden hatte.

Falls jemand jedoch damals die Hoffnung hatte, mit Wiederaufbau und schrittweise wachsendem Wohlstand werde so etwas wie ein „Fahrstuhl zum Glück“ in Gang kommen, so wurde er enttäuscht. Was bei der Beseitigung der ersten Not vermutlich noch so empfunden wurde, setzte sich zweifellos nicht weiter nach oben fort. In die gleiche Richtung – also gegen die Vorstellung von einer etwaigen Proportionalität von Wohlstand und Glück – deuten auch Ergebnisse der international vergleichenden Glücksforschung.

Dieser Gedanke benennt nur eine der Überlegungen, die für das Königsteiner Forum Pate bei der Wahl des Jahresthemas 2011 stand. Die neue Reihe zielt darauf, das große Thema Glück aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.

Dem Stil des Forums entsprechend wurde das Thema zunächst aus eher grundlegender Perspektive angegangen. Deshalb startete die Reihe mit dem weiten Blick des Philosophen Prof. Michael Hampe zu Glück und Lebenssinn.

Ergebnisse der neurobiologischen Forschung (Vortrag Prof. Hinderk Emrich) sowie der Blick des psychotherapeutisch orientieren Mediziners Prof. Thomas Fuchs auf das Verhältnis von Glück bzw. Glück und Lebenszeit vermittelte weitere Grundlagen. Neuere Ergebnisse aus der empirischen Glücksforschung an der Erasmusuniversität in Rotterdam präsentierte Prof. Ruut Veenhoven.

Das Verhältnis von wirtschaftlichem Erfolg und Lebensglück bewegt den Ökonomen Mathias Binswanger seit längerem, was zu interessanten Einsichten geführt hat. Das der Glaube ein Fundament für Glück und Lebenssinn darstellt, steht für Christen außer Zweifel. Ist demnach Nichtglauben ein Weg zum Unglücklichsein? Mit Prof. Jörg Splett wurden Einsichten vertieft.   Sprache und Literatur sind Mittel, Glück zum Ausdruck zu bringen, es zu beschreiben, manchmal auch Glücksempfinden auszulösen. Aus diesem Grund ging es im Vortrag von Cornelia Blasberg um die literarische Annährungen an Glück und Unglück.

In der heutigen Informationswelt werden Vorstellungen von Glück auch durch die mediale Präsentation dieses Themas (z. B. in Fernsehserien) und seiner Vermarktung bis hin zur Werbung beeinflusst. Ein Abend mit Professor Norbert Schneider lieferte Ergebnisse der Medienforschung zu diesem Thema.

Im letzten Segment dieser Reihe stand das Thema ob man „Glück lernen“ kann im Vordergrund . Erfahrungen mit neuen Elementen der pädagogischen Arbeit vermittelte Ernst Fritz-Schubert in seinem Vortrag. Ratschläge bzw. Hinweise für eine persönliche Lebensführung lieferte Prof. Matthias Jerusalem in seinem Beitrag.


Jahresthema 2010: Kommunikation und Gesellschaft

Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien durchdringen und verändern fast alle Lebensbereiche. Kaum ein Haushalt, der über keinen Computer und über keinen Internetzugang verfügt. Kaum eine Person, die kein Mobiltelefon oder weiterreichende Kommunikationsgeräte besitzt.

Längst haben die neuen Informations- und Kommunikationstechniken unsere Art zu arbeiten verändert und neue Branchen geschaffen, die wachsende Beiträge zur Wirtschaftsleistung erbringen  und vermehrt Menschen beschäftigen. Aber auch die persönlichen Verhaltensmuster ändern sich, besonders dramatisch bei den Jüngeren. Persönliche Beziehungen werden anders geknüpft und gepflegt als in früheren Generationen. Die Kommunikation per E-Mail, SMS, Twitter und Blogs verändert sich in der Form, aber auch in ihrem Inhalt.

Im ersten Segment dieser Reihe stand die Betrachtung des Zusammenhangs von Kommunikation und Sprache aus der Sicht der Geisteswissenschaften im Vordergrund (Prof. Dr. Mittelstraß). Aber auch die medizinischen Grundlagen der menschlichen Dialogfähigkeit wurden untersucht (Prof. Dr. Fuchs). In einem weiteren Segment wurden die Entwicklung und Zukunftsperspektiven der neuen Kommunikationsformen analysiert (Prof. Dr. Günthner). Hinzu kam eine vertiefte Betrachtung des Umfangs und der Grenzen bei der Verwendung

Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien durchdringen und verändern fast alle Lebensbereiche. Kaum ein Haushalt, der über keinen Computer und über keinen Internetzugang verfügt. Kaum eine Person, die kein Mobiltelefon oder weiterreichende Kommunikationsgeräte besitzt.

Längst haben die neuen Informations- und Kommunikationstechniken unsere Art zu arbeiten verändert und neue Branchen geschaffen, die wachsende Beiträge zur Wirtschaftsleistung erbringen  und vermehrt Menschen beschäftigen. Aber auch die persönlichen Verhaltensmuster ändern sich, besonders dramatisch bei den Jüngeren. Persönliche Beziehungen werden anders geknüpft und gepflegt als in früheren Generationen. Die Kommunikation per E-Mail, SMS, Twitter und Blogs verändert sich in der Form, aber auch in ihrem Inhalt.

Im ersten Segment dieser Reihe stand die Betrachtung des Zusammenhangs von Kommunikation und Sprache aus der Sicht der Geisteswissenschaften im Vordergrund (Prof. Dr. Mittelstraß). Aber auch die medizinischen Grundlagen der menschlichen Dialogfähigkeit wurden untersucht (Prof. Dr. Fuchs). In einem weiteren Segment wurden die Entwicklung und Zukunftsperspektiven der persönlicher Daten im Internet (Prof. Dr. Grimm). Im dritten Segment standen wichtige Folgewirkungen positiver wie negativer Art der neuen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten im Vordergrund (Constanze Kurz und Prof. Dr. Simitis). Hier ging es insbesondere um die Wirkung auf gesellschaftliche Prozesse, darunter um Folgewirkungen auf das städtische Leben (Prof. Dr. Löw). Aufgegriffen wurden auch neue Formen der Kriminalität und ihrer Abwehr im Informationszeitalter (Jörg Ziercke). Die letzten beiden Vorträge hatten Veränderungen des politischen Systems im Blick: Einerseits ging es um den Einfluss der Medien auf das Handeln der politischen Akteure (Prof. Dr. Kepplinger) und andererseits wurde der Einfluss der neuen Medien auf die Veränderungen der politischen Verfassung der Republik analysiert (Prof. Dr. Frankenberg).