Königsteiner Forum

Der freiheitliche Verfassungsstaat in der Corona-Krise

22. November / 20.00 Uhr / Prof. Dr. Horst Dreier, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Horst Dreier setzt sich intensiv mit der deutschen Rechts‐ und Ideengeschichte auseinander, speziell mit
der deutschen Staatsrechtslehre in der Zeit des Nationalsozialismus. Seine Beiträge zur Rechtsphilosophie
und zum Staatsrecht verschafften ihm internationales Renommee. Einen weiteren
Forschungsschwerpunkt legt der Staatsrechtler Dreier auf das Verhältnis von Recht und Religion,
insbesondere auf die Herausforderungen des säkularen Verfassungsstaates.
Besonderes Ansehen genießen seine Arbeiten zum Grundgesetz: In den Jahren 1996 bis 2000 erschien die
erste Auflage des von ihm herausgegebenen dreibändigen Grundgesetzkommentars, die dritte Auflage
erscheint 2013 bis 2017. Darin berücksichtigt Dreier zentrale Aspekte der Verfassungs‐ und
Ideengeschichte sowie internationale rechtsvergleichende Bezüge. Viel beachtet sind auch seine
Publikationen „Gilt das Grundgesetz ewig?“ aus dem Jahr 2009 sowie die von ihm 2001 mit
herausgegebene zweibändige „Festschrift 50 Jahre Bundesverfassungsgericht“.
Horst Dreier engagiert sich weit über die Grenzen seines Fachs, so pflegt er den interdisziplinären
Austausch bei der Erforschung bioethischer Fragen und war Mitglied des Nationalen Ethikrats.