Königsteiner Forum

Welche Sicherheitsstrategie braucht Europa?

6. Juli / 20 Uhr / Dr. Jana Puglierin, European Council on Foreign Relations (ECFR), Berlin

Dr. Jana Puglierin ist seit Januar 2020 Leiterin des Berliner Büros des European Council on Foreign Relations (ECFR) und Senior Policy Fellow. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind deutsche und europäische Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie transatlantische Beziehungen. Zuvor leitete sie das Alfred von Oppenheim-Zentrum für Europäische Zukunftsfragen bei der DGAP, arbeitete als Mitarbeiterin eines Abgeordneten im Deutsche Bundestag und lehrte und forschte an der Universität Bonn, wo sie auch promoviert wurde. Seit 2022 ist sie Mitglied im Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung der Bundesregierung. Puglierin publiziert regelmäßig in deutschen und internationalen Leitmedien. Im Handelsblatt schreibt sie eine monatliche Kolumne zu Geoökonomie und Geopolitik. Im Januar 2026 erschien ihr Buch „Wer verteidigt Europa?“ im Rowohlt Verlag.

Innerhalb weniger Jahre hat sich die sicherheitspolitische Realität Europas grundlegend verändert. Auch nach einem möglichen Waffenstillstand in der Ukraine würde Europa mit einem revisionistischen Russland konfrontiert bleiben. Zugleich vertieft sich die strategische Partnerschaft zwischen Russland und China, die gemeinsam eine alternative, autoritäre internationale Ordnung anstreben. Diese Entwicklung trifft Europa in einer Phase strategischer Verwundbarkeit. Die amerikanische Sicherheitsgarantie ist nicht mehr verlässlich. Die Rückkehr Donald Trumps markiert eine erneute Zeitenwende. Der Vortrag fragt nach den Konsequenzen für Europas Sicherheit. Kann und muss Europa im Ernstfall ohne die USA handlungsfähig sein? Welche Rolle kann und sollte die NATO künftig spielen? Welche zusätzlichen Formate und Fähigkeiten braucht Europa, um seine Verteidigung glaubwürdig zu organisieren? Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Europa seine Verteidigungsfähigkeit langfristig stärken kann – und welche besondere Verantwortung dabei Deutschland zukommt.


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