Königsteiner Forum

2004 - Europa und der Islam

Nach dem Christentum ist der Islam mit ca. 1,2 Milliarden Anhängern die zweitgrößte Religion der Welt. Im arabischen Sprachgebrauch bedeutet Islam Hingabe an Gott bzw. Ergebung in Gottes Willen – Dinge, die auch von Christen angestrebt werden. Wie fremd uns diese Religion allerdings, trotz 3,5 Millionen Muslimen in Deutschland, erscheint zeigt sich spätestens bei der Diskussion um den EU-Beitritt der Türkei.

In der Jahresreihe 2004 ging es neben der islamischen Geschichte und Gesetzgrundlage, der Sharia, auch um die Stellung der Frau und ästhetische Aspekte im Islam sowie um Muslime in Deutschland, die zwischen Islamismus und Integration vor allem Träger einer „fremden“ Kultur sind. Für besonders große Brisanz sorgte der Referent Dr. Hans-Peter Raddatz mit seinem Vortrag über den Islam als Wurzel für Radikalismus. Aber auch die Frage der Vor- und Nachteile des EU-Beitritts der Türkei, von dem in Istanbul stationierten Redakteur der FAZ, Dr. Rainer Hermann, gestellt, erzeugte reichlich verbalen Zündstoff in der anschließenden Diskussion.